Die vierte Ausgabe der Appenzeller Bachtage wird vom
19. - 23. August 2020 zum Thema «Licht und dunkel» stattfinden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bekanntes und Unerwartetes zum Thema «Licht und dunkel»

Einer der grössten Komponisten trifft im Sommer 2020 erneut auf das Appenzellerland. Die Appenzeller Bachtage – ein kleines Festival, das bewusst mit Konventionen bricht. Zuhörendes Erforschen, gemeinsames Erleben und der Austausch in einer ungezwungenen Atmosphäre stehen im Vordergrund der Appenzeller Bachtage. Unser viertes Festival dreht sich thematisch um das faszinierende Thema «Licht und dunkel».

Bachs Musik, wie überhaupt die Musik des Barocks, spricht in einer hohen Bildhaftigkeit. Menschliche Affekte wie Freude, Zuneigung oder Trauer – oft unter dem Licht des religiösen Glaubens – sollen so zum Ausdruck gebracht werden, dass die Musik das Gemüt der Hörer zu bewegen vermag. Dabei entwickelte sich in der Barockzeit eine ausführliche Affektenlehre, welche Sprache, Rhetorik und Musiksprache miteinander verknüpfte. Die ganze Gefühlsskala der Menschen wird in der Instrumental- und Vokalmusik in musikalisch charakteristischen Motiven dargestellt. Chiaroscuro, Mehrstimmigkeit, Kontrapunkt, Rhetorik… all dies sind wichtige Stichworte in der Kunst jener Zeit. Die Dramatik der Barockmusik oder -malerei kann jedoch kaum als abstrakter künstlerischer Ausdruck verstanden werden. Auch ist sie ohne den gesellschaftlichen Kontext ihrer Zeit, eingebettet im Spannungsbogen zwischen religiösen und politischen Streitigkeiten und gar Kriegen, aber auch wissenschaftlichem Fortschritt und Aufklärung, nicht zu verstehen.

An der kommenden Ausgabe der Appenzeller Bachtage 2020 gestalten wir rund um die Bachkantate BWV 19 «Es erhub sich ein Streit» ein vielseitiges Programm mit Werken des Frühbarocks (Byrd, Froberger) bis hin zur Klassik und der Frühromantik (Beethoven). So wie sich die Ausgabe 2018 unseres Festivals mit der Bach’schen Bildsprache auseinandersetzte, so konzentrieren wir uns an der kommenden Durchführung 2020 bewusst auf deren Gegensätze und inhaltliche Konfrontationen. Dabei suchen wir die Diskrepanz und die Unstimmigkeit, beleuchten Antagonismen und entzaubern vermeintliche Harmonien. «Licht und dunkel» heisst das Motto der vierten Edition der Appenzeller Bachtage.

Dieses Konzept baut auf dem Inhalt der Bachkantate BWV 19, deren Aufführung dem Kernauftrag der Initiantin der Bachtage, der J.S. Bach-Stiftung, entspricht, sowie auf bewährten Programmmodulen wie «Singen in der Früh», den vier Akademien und der Konzertwanderung. Das Festival stellt – nebst den monatlichen Kantatenkonzerten an verschiedenen Orten des Appenzellerlandes – eine Sommer-Residenz für Chor & Orchester der J.S. Bach-Stiftung unter seinem Dirigenten Rudolf Lutz und einen Begegnungsort für hunderte von Bachfreunden und kulturaffine Personen aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland dar.


 

highlights 2020 
freuen sie sich auf ein inspirierendes festival.

Chor & Orchester der J. S. Bach-Stiftung und Rudolf Lutz

Masaaki und Masato Suzuki

Philosophischer Salon

Mitträgerin der Appenzeller Bachtage ist die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen, die seit 2006 die öffentliche Aufführung, Einspielung und Verbreitung des gesamten Vokalwerks von J. S. Bach in der Ostschweiz unterstützt. Organisatorin des Festivals ist die J. S. Bach St. Gallen AG, eine hundertprozentige, gemeinnützige Tochtergesellschaft der Stiftung, welche den Konzert- und Verlagsbetrieb in ihrem Auftrag führt.

Informationen zu Rudolf Lutz, Chor & Orchester der J.S. Bach-Stiftung, den Mitwirkenden und dem Organisationskomitee finden Sie hier.