Eröffnungskonzert Bach-Luther-Kantate (Uraufführung)

Eröffnungskonzert Bach-Luther-Kantate (Uraufführung)

Bachkantate BWV 79, Uraufführung der «Bach-Luther-Kantate»

Am Eröffnungskonzert der Appenzeller Bachtage erklingt die von Rudolf Lutz komponierte Bach-Luther-Kantate «Von der Freiheit eines Christenmenschen», die nach der Vorpremiere auf der Eisenacher Wartburg hier in neuer Form ihre Uraufführung erlebt.

Bachtage 2018: Eröffnungskonzert

Datum, Zeit & Ort:

Mittwoch, 15. August 2018
19:00 Uhr
Kirche St. Laurenzen, St. Gallen

Programm:

  • Kantate BWV 79 «Gott der Herr ist Sonn und Schild» von Johann Sebastian Bach
  • Wort & Klang mit Rudolf Lutz und Anselm Hartinger
  • Bach-Luther-Kantate (Uraufführung) «Von der Freiheit eines Christenmenschen», Rudolf Lutz (Komposition), Karl Graf (Libretto)

Mitwirkende:

Eintrittspreise:

  • Kat. A: CHF 60.-
  • Kat. B: CHF 50.-
  • Kat. C: CHF 25.-
  • Kat. D: CHF 10.-

Ermässigungen:

  • Kinder bis 12 Jahre: 50 % Rabatt auf alle Kategorien
  • Jugendliche ab 12 Jahren: 20 % Rabatt auf die Kategorien C und D
  • KulturLegi/Studenten: 20 % Rabatt auf die Kategorie C, Kategorie D gratis

Die 500-jährige Wiederkehr der Reformation war 2017 auch für Rudolf Lutz und den Librettisten Karl Graf Anlass, sich mit dem welt- und glaubensverändernden Kern der Ideen Martin Luthers zu beschäftigen und dabei auch die Wirkungen der Reformation für die protestantische Musiktradition bis hin zu Johann Sebastian Bach in den Blick zu nehmen.

Grundidee des mit einem Prolog und einem Epilog ausgestatteten Textes ist es, Luthers Exil auf der Wartburg mit Bachs bedrängender Arrestzeit in der Weimarer Landrichterstube von 1717 zu verknüpfen. Dabei soll die Beschäftigung mit dem Reformator organisch im Stil des barocken Komponisten zum Ausdruck kommen. Im Ergebnis liegt so eine imaginierte Lutherkantate des Weimarer Bach vor, in der neben anlasstypischer Festfreude auch die ganze emotionale Tiefe des aufgewühlten Hofkapellmeisters zum Vorschein kommt.

Höhepunkt des Werkes ist die titelgebende Doppelfuge über den Ausgangssatz von Luthers «Freiheitsschrift». Die Spannung von Freiheit im Glauben und Gebundensein in der Welt wird damit musikalisch kraftvoll ausgetragen.

Das für gross besetztes Barockorchester und Solisten konzipierte Werk ist eine klingende Auseinandersetzung mit Luthers theologischem Erbe heute, die zugleich den selbstbewussten Dialog mit der evangelischen Choraltradition und dem Schaffen Bachs sucht und dessen eigene Reformationskantaten um einen gewichtigen Beitrag ergänzt.

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