Eröffnungskonzert

Eröffnungskonzert

mit Chor & Orchester der J.S. Bach-Stiftung

Lichte Höhen und dunkle Ängste: Klassisches Komponieren im Angesicht von Krieg und Revolution.

Das Orchester der J. S. Bach-Stiftung kehrt nach einer mehrjährigen Pause in die Tonhalle St.Gallen zurück. Diesmal mit Ludwig van Beethovens «Eroica» und Joseph Haydns «Paukenmesse».

Datum, Zeit & Ort:

Mittwoch, 17. August 2022
19.00 Uhr
Tonhalle, St. Gallen

Programm:

  • J. Haydn: Missa in tempore belli hob. XXII:9
  • L. v. Beethoven: Sinfonie Nr. 3, Es-Dur, op. 55 «Eroica»

Mitwirkende:

Eintrittspreis:

  • Kat. A: CHF 90.-
  • Kat. B: CHF 80.-
  • Kat. C: CHF 65.-
  • Kat. D: CHF 40.-
  • Kat. E: CHF 25.-
  • Kat. F: CHF 15.-

Ermässigungen:

  • Kinder bis 12 Jahre: alle Kategorien 50 % Rabatt
  • Jugendliche ab 12 Jahren, Studenten: Kategorien A, B, E und F ohne Rabatt, Kategorien C und D 20 % Rabatt
  • KulturLegi: Kategorie C 20 % Rabatt, Kategorie D gratis

Die «Eroica» wird von der Wissenschaft in Zusammenhang mit Beethovens anfänglicher Begeisterung für Napoleon gebracht. Die Komposition sollte sogar den Titel «Bonaparte» tragen. Aus Enttäuschung darüber, dass dieser sich am 2. Dezember 1804 selbst zum Kaiser krönte, nahm der Komponist die Widmung jedoch zurück. Musikalisch hielt Beethoven dennoch an der sowohl von der französischen Revolutionsmusik als auch von der Bach’schen Polyphonie beeinflussten Sinfonie fest, die gerade im ersten Satz tatsächlich eine heroische Gestik ausbildet. Dass Beethoven trotz seiner zwischen Weltbürgertraum und österreichischem Patriotismus zerrissenen Identität an den revolutionären Idealen von «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit» festhielt, dürfen wir insofern annehmen.

Auch Joseph Haydns Missa in tempore belli, die sogenannte «Paukenmesse», steht im Zusammenhang mit den kriegerischen Ereignissen der Napoleonzeit und passt somit nur zu gut in unsere weltweit zugespitzte Aktualität. Die gegen alle Erwartung im traditionell verinnerlichten Agnus Dei einbrechenden Paukenwirbel sollen dabei wohl auf den Einmarsch der französischen Italienarmee verweisen, der tatsächlich im Entstehungsjahr 1796 die österreichischen Erblande in Schrecken versetzte.