Bach, Ostinato, Bass – Ein Jugendprojekt

Bach, Ostinato, Bass – Ein Jugendprojekt

Heranführung an Bachs musikalische Werkbestandteile

In einem mehrstufigen Projekt über mehrere Monate wurden sowohl ein dreissigköpfiges Jugendorchester ausschliesslich tiefer Streichinstrumente als auch ein Blockflötenensemble an Bachs musikalische Werkbestandteile herangeführt.

Datum, Zeit & Ort:

Samstag, 24. August 2024
17:00 Uhr
Zeughaus Teufen AR

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Mitwirkende:

  • Projektorchester mit Jugendlichen aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen
  • Blockflötenensemble
  • Annina Stahlberger (Verein Megliodia), Projektleitung
  • Gerhard Oetiker (Verein Megliodia)

Dass Bachs Musik nie veraltet, ist ein seit drei Jahrhunderten gültiger Erfahrungsschatz der Musikpraxis – der sich aber vor allem dem leidenschaftlichen Einsatz verdankt, den Generationen von Musiklehrenden der Vermittlung seines Werkes an immer neue jüngere Musizierende gewidmet haben und widmen. Dies ist der J. S. Bach-Stiftung ein zentrales Anliegen sowie dem von der Blockflötistin Annina Stahlberger und dem Cellisten Gerhard Oetiker geleiteten Musikverein Megliodia. Beide werden mit ihren aus ehemaligen und aktuellen Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule Trogen und St. Gallen bestehenden Ensembles das historische Zeughaus Trogen bespielen und damit im besonderen Ambiente der Baumeistertradition der Familie Grubenmann den Gedanken der Werkstatt sowohl als Prozess wie als spannungsvolles musikalisches Gesellenstück erlebbar machen.

In einem mehrstufigen Projekt über mehrere Monate werden dabei sowohl ein dreissigköpfiges Jugendorchester ausschliesslich tiefer Streichinstrumente als auch ein Blockflötenensemble an Bachs musikalische Werkbestandteile herangeführt, wobei der Schwerpunkt passend zur Konstruktionsweise der Grubenmann-Holzbauten auf seriellen Ostinato-Bassmodellen liegt, über denen sich ein musikalisches Klanggerüst erhebt, das dann sogar neu ein komponiertes Werk und Improvisationen ermöglicht. Als Komponist für dieses Auftragswerk konnte der Schweizer Janos Mijnssen gewonnen werden, der mit dem Ostinato-Prinzip arbeitet und Paraphrasen aus Stücken von Bach übereinanderschichtet, zusammenbaut und daraus ein neues Werk entwirft. Im Dialog von Profi-Musikerinnen und -musikern mit jungen Musiktalenten der Appenzeller Heimatregion wird so das charmante Zeughaus zur flexibel nutzbaren und auch szenografisch neu gedeuteten Rüstkammer der barocken Tonsprache, deren mit jugendlicher Frische angeeignete Techniken und Verknüpfungen weit über Bach hinaus ein sowohl wunderbar resonierendes wie ganzheitlich überraschendes Erlebnis versprechen. Dabei geht das Projekt auch auf neue Hörerwartungen ein und kombiniert sonore Originalklänge mit den eigens neu produzierten Files einer begleitenden Audio-Werkstatt.