Akademie IV – Bachs Wortwelten

Akademie IV – Bachs Wortwelten

... und das literarische Leipzig seiner Zeit

Die Akademien der Appenzeller Bachtage bringen neue Erkenntnisse der Bach-Forschung mit erprobten und auch innovativen praktischen Ansätzen zusammen. Sie fördern die Auseinandersetzung mit Bachs musikalischem Schaffen. AusgewieseneForscher und kundige Praktiker referieren und diskutieren Konzepte einer Annäherung an Bachs komplexe Partituren.

Bachtage 2018: Akademie 4

Datum, Zeit & Ort:

Freitag, 17. August 2018
11:00 Uhr
Lindensaal Teufen AR

Mitwirkende:

  • Dr. Arthur Godel, Referent
  • Peter Kner, Textlesung

Dr. Arthur Godel war bis zu seiner Pensionierung 2008 als Programmleiter des Kultur-Radiosenders DRS 2 tätig. Er studierte an der Musikhochschule in Luzern Violine, promovierte an der Universität Zürich mit einer Arbeit über «Schuberts drei letzte Klaviersonaten». Arthur Godel hält regelmässig Vorträge und Seminare zu literarischen, historischen und musikalischen Themen. Für die J. S. Bach-Stiftung ist er seit 2008 tätig. Er trifft die Auswahl der Redner und Rednerinnen für die «Reflexion».

Peter Kner besuchte die Schauspielschule an der staatlichen Musikhochschule Hamburg. Nach mehreren Engagements in Deutschland kam er 1969 in die Schweiz zurück. Seine Haupttätigkeit war als Sprecher beim Radio Zürich in diversen Hörspielen und Literaturlesungen und beim Schweizer Fernsehen als Off-Sprecher verschiedener Sendungen. U.a. verlieh er über 40 Jahre lang dem «Kassensturz» seine Stimme. Seit seiner Pensionierung liest er Belletristik bei der Blindenhörbücherei SBS und tritt seit 2012 für die J. S. Bach-Stiftun gan den Konzertveranstaltungen «Zwischen den Zeiten» auf. Den von Dr. Hardy Ruoss ausgewählten Texten verleiht er dort seine Stimme.

Eintrittspreis:

CHF 20.-

Ermässigung:

Kinder, Jugendliche, Studenten, KulturLegi: CHF 10.-

Bibel und Kantatendichtung bilden die zentrale Wortwelt, mit der Bach berufeshalber verbunden war. In Leipzig lebte Bach aber auch 27 Jahre lang in der literarischen Hauptstadt der deutschen Sprache und stand in persönlicher Beziehung zu schillernden Figuren aus dieser Szene: Mariane von Ziegler, preisgekrönte Poetin, Picander, Hansdampf in allen Gassen, und Literaturpapst Gottsched. Wenn auch keiner dieser Autoren im Spannungsfeld von Pietismus und Aufklärung im Rückblick sich auch nur annähernd mit Bachs Genie messen kann, so sind sie doch alle lebendige Zeugen einer bewegten, streitfreudigen Zeit und Vorreiter der grossen deutschen Literatur, die mit Goethe und Schiller kurz danach einsetzte.