Akademie III – Bachs Klangbilder

Akademie III – Bachs Klangbilder

Textdeutung und abbildendes Komponieren bei J. S. Bach

Die Akademien der Appenzeller Bachtage bringen neue Erkenntnisse der Bach-Forschung mit praktischen Ansätzen sowie interdisziplinären Zugängen aus dem Bereich der Kunstgeschichte und Literatur zusammen. Sie fördern die Auseinandersetzung mit Bachs musikalischem Schaffen und lassen beim Publikum ein erweitertes «Bach-Bild» heranreifen. Ausgewiesene Forscher und kundige Praktiker referieren und diskutieren Konzepte einer Annäherung an Bachs grosses Erbe.

Bachtage 2018: Akademie 1

Datum, Zeit & Ort:

Freitag, 17. August 2018
09:15 Uhr
Lindensaal Teufen AR

Mitwirkende:

Dr. Anselm Hartinger interessiert sich für die Musik Johann Sebastian Bachs von Jugend an. Nach seiner Schulzeit an der Leipziger Thomasschule studierte er an der dortigen Universität Historische Musikwissenschaft sowie Mittlere und Neuere Geschichte. Anschliessend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bach-Archivs Leipzig tätig und gehörte der Forschungsabteilung der Schola Cantorum Basiliensis an. Seit 2014 ist er als Direktor der Erfurter Geschichtsmuseen für ein umfangreiches Spektrum an Häusern, Themen und Vermittlungsstrategien verantwortlich. Die J. S. Bach-Stiftung unterstützt er als wissenschaftlicher Berater.

Eintrittspreis:

CHF 20.-

Ermässigung:

Kinder, Jugendliche, Studenten, KulturLegi: CHF 10.-

Bachs Musik ist trotz ihrer Eigenqualität in hohem Mass von textdeutenden Vertonungen und der abbildenden Verdeutlichung von Affekten und Schlüsselwörtern geprägt. Der Workshop vermittelt zunächst Grundkenntnisse der barocken Musikrhetorik und Figurenlehre und erkundet dann anhand von improvisierten Beispielen sowie musterhaften Bach’schen Lösungen das spannungsreiche Verhältnis von Sprachbildern und klanglicher Umsetzung. Neben gut nachvollziehbaren Bewegungsgesten werden auch in der Harmonik und Satztechnik verborgene theologische Aspekte und Vertonungstopoi freigelegt. Im Dialog mit dem Publikum entstehen auf Basis des barocken Klangvokabulars auch neue Deutungen und Geschichten.