Kantatenkonzert II BWV 5 «Wo soll ich fliehen hin»

Kantatenkonzert II BWV 5 «Wo soll ich fliehen hin»

Kantatenkonzert BWV 5 «Wo soll ich fliehen hin»

Die kommentierte zweimalige Darbietung einer Bachkantate unter der Leitung von Rudolf Lutz – seit 2006 das Markenzeichen der J. S. Bach-Stiftung – bildet auch einen Höhepunkt unseres Festivals.

BWV 5 «Wo soll ich fliehen hin», Kantate zum 19. Sonntag nach Trinitatis, für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe I+II, Tromba da tirarsi, Streicher und Basso continuo

Bachtage 2018: Kantate 2

Datum, Zeit & Ort:

*Achtung: Es findet keine öffentliche Generalprobe statt*

Freitag, 17. August 2018
19:00 Uhr
evangelische Kirche Teufen AR

Programm:

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  • Kantate BWV 5 «Wo soll ich fliehen hin»
  • Reflexion über den Kantatentext: Anselm Grün

P. Anselm Grün ist fränkischen Ursprungs und wuchs in München auf. Seit seinem 19. Lebensjahr ist er Benediktinermönch in der Abtei Münsterschwarzach. Ptr. Grün studierte Philosophie, Theologie und Betriebswirtschaft. Seine an die 300 religiös-spirituellen Bücher wurden in 35 Sprachen übersetzt und erfreuen sich weltweit einer grossen Leserschaft. In seinen Kursen und Vorträgen geht er auf Nöte und Fragen der Menschen ein und erreicht damit grosse Beliebtheit – auch als Begleiter von zahlreichen Managern.

Mitwirkende:

Eintrittspreis:

  • Kat. A: CHF 50.-
  • Kat. B: CHF 40.-
  • Kat. C: CHF 10.-

Ermässigungen:

  • Kinder bis 12 Jahre: alle Kategorien CHF 10.-
  • Jugendliche ab 12 Jahren, Studenten: 50 % Rabatt auf die Kategorie B
  • KulturLegi: Kategorie C gratis

Wo soll ich fliehen hin – der zum 19. Sonntag nach Trinitatis 1724 komponierten Choralkantate BWV 5 liegt ein zeitlos ernstes und in vielfacher Weise aktuelles Thema zugrunde.

Das aus dem Lied von Johann Heermann entwickelte Libretto wirft schonungslos die Frage auf, wo der sichere Ort des fehlbaren Menschen in einer unüberschaubar komplexen und oft feindseligen Welt ist. Wie hier als Ausweg aus Sünde und Anfechtung das feste Vertrauen in Christus zu finden sei und seinen heilbringenden Opfertod hochgehalten wird, macht Bach in seiner Vertonung den reformatorischen Choral zum emotionalen Kraftquell.

Besetzt mit Chor, vier Solostimmen, zwei Oboen, Tromba, Zugtrompete, Streichern und Basso continuo, offenbart die Kantate durchgängig die Stilhöhe und musikalische Auslegungskunst von Bachs Choralkantaten-Jahrgang von 1724/25 – einem der grossartigsten Projekte der protestantischen Musiktradition.

Von besonderer Wirkung ist das mit einem zarten Oboenchoral verbundene Tenorrezitativ, das den befreienden Zuspruch aus der Höhe nahezu körperhaft erlebbar macht. Unter Bachs meisterlichen Händen erwächst so aus einer Theologie des Blutes und Kreuzes eine sensible Musik voller Gottvertrauen und Trost. Sie nimmt den zerbrechlichen Einzelnen, jenes «kleinste Teil der Welt», in seinem geschenkten Menschsein an und erhebt sich letztlich gen Himmel.