Akademie I – Was hat Bach gesehen?

Akademie I – Was hat Bach gesehen?

Barocke Kirchenräume zur Zeit Bachs

Propaganda Fidei mit allen (!) Mitteln der Kunst

Die Akademien der Appenzeller Bachtage bringen neue Erkenntnisse der Bach-Forschung mit praktischen Ansätzen sowie interdisziplinären Zugängen aus dem Bereich der Kunstgeschichte und Literatur zusammen. Sie fördern die Auseinandersetzung mit Bachs musikalischem Schaffen und lassen beim Publikum ein erweitertes «Bach-Bild» heranreifen. Ausgewiesene Forscher und kundige Praktiker referieren und diskutieren Konzepte einer Annäherung an Bachs grosses Erbe.

Bachtage 2018: Akademie 4

Datum, Zeit & Ort:

Donnerstag, 16. August 2018
09:15 Uhr
Lindensaal Teufen AR

Mitwirkende:

Dr. Fritz Fischer, Wien

Dr. Fritz Fischer ist seit 2017 Direktor der Kunst- und Schatzkammer am Kunsthistorischen Museum Wien. Er wurde 1954 in Freiburg im Breisgau geboren. Er hat in Freiburg, Wien und Tübingen Kunstgeschichte studiert. Promoviert wurde er mit einer Arbeit über die Ulmer Skulptur des 17. Jahrhunderts. Seine berufliche Laufbahn begann er am Kunsthistorischen Institut in Florenz und am Hessischen Landesmuseum in Darmstadt. Ab 1991 arbeitete er – 26 Jahre lang, bis zu seinem Wechsel nach Wien – am Landesmuseum Württemberg in Stuttgart, zunächst als Kurator für Skulptur, Malerei, Möbel und die Grafische Sammlung, später auch als Leiter der Abteilung für Kunst- und Kulturgeschichte.

Eintrittspreis:

CHF 20.-

Ermässigung:

Kinder, Jugendliche, Studenten, KulturLegi: CHF 10.-

Bachs Musik wurde bei ihrer Aufführung im Kirchenraum Teil des barocken Gesamtkunstwerkes. Dessen Aufgabe war es, dem Besucher die zentralen Glaubensinhalte so nahe wie möglich zu bringen: Es galt mit allen Mitteln der Kunst – der Architektur, der Malerei, der Skulptur, der Musik und der Rhetorik – dem Gläubigen das Wunderbare als etwas Wahrscheinliches und Nachvollziehbares vorzustellen.

Ziel des Vortrages ist es, den visuellen Teil dieses Gesamtkunstwerkes zu veranschaulichen. Es soll gezeigt werden, wie sich der Kirchenraum zu Bachs Zeit verändert hat. Die vielgestaltigen und sprechenden Bilderwelten, die den Zeitgenossen beim Hören musikalischer Werke vor Augen standen, sollen dabei an Beispielen rekonstruiert werden.